KONstanzFERENZ

KONstanzFERENZ 2026

KONstanzFERENZ – Auftaktveranstaltung

Datum: 6. Juni 2026
Uhrzeit: 10:00 – 14:00 Uhr
Ort: Stephanshaus Konstanz, Sankt-Stephans-Platz 39, 78462 Konstanz
Veranstalter: AWOLI e. V.

Konstanz wird zum Ort des Dialogs

Am 6. Juni 2026 eröffnet die Veranstaltungsreihe KONstanzFERENZ – Hoffnung, Wandel & Verantwortung mit einer Auftaktveranstaltung im Stephanshaus Konstanz. Das Programm bringt gesellschaftliche Akteurinnen und Akteure, Migrantenorganisationen und interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um über Chancen, Herausforderungen und Perspektiven im Kontext von Migration und globaler Verantwortung zu sprechen.

Die Veranstaltung gliedert sich in zwei thematische Blöcke und setzt damit den Rahmen für die gesamte Veranstaltungsreihe, die im Herbst 2026 fortgesetzt wird.

Teil 1: Der Landesverband (post-)migrantischer Organisationen stellt sich vor

Im ersten Teil präsentiert sich der Landesverband der (post-)migrantischen Organisationen Baden-Württemberg e. V. (LpMO-BW e. V.). Der Verband vertritt die Interessen von Menschen mit Migrationsgeschichte in Baden-Württemberg und setzt sich aktiv für ihre politische Teilhabe, kulturelle Sichtbarkeit und gesellschaftliche Anerkennung ein.

Neben einer Vorstellung der Aufgaben und Ziele des Verbandes werden konkrete Fördermöglichkeiten durch den LpMO-BW e. V. sowie weitere Förderprogramme und -partner vorgestellt. Damit richtet sich dieser Teil insbesondere an Organisationen und Einzelpersonen, die ihr Engagement ausbauen oder erstmals förderrechtlich unterstützt werden möchten.

Teil 2: Europäische Wahrnehmung Afrikas – zwischen Klischee und Realität

Im zweiten Programmblock widmet sich die Veranstaltung einem zentralen und oft vernachlässigten Thema: Wie wird Afrika in Europa wahrgenommen – und welche politischen Folgen hat dieses Bild?

Die öffentliche Wahrnehmung Afrikas ist in Deutschland und Europa bis heute stark von stereotypen und häufig problemorientierten Darstellungen geprägt. Medien, Bildungssystem und politische Kommunikation reproduzieren vielfach ein einseitiges Bild des Kontinents – als Ort von Armut, Konflikten und Krisen. Dabei wird übersehen, dass Afrika ein Kontinent mit enormer kultureller Vielfalt, wachsenden Volkswirtschaften und jungen, dynamischen Gesellschaften ist.

Die Diskussion beleuchtet, wie diese mediale und gesellschaftliche Betrachtungsweise die europäische Afrika-Politik beeinflusst – und wie sich einzelne afrikanische Staaten in diesem Spannungsfeld entwickeln. Ziel ist es, einen Perspektivwechsel anzustoßen: weg von einem defizitorientierten Blick, hin zu einem auf Augenhöhe basierenden Dialog.

Die Teilnahme ist kostenlos und steht allen Interessierten offen. Eine Anmeldung wird erbeten.

 

KONstanzFERENZ – Neue Horizonte für die Sahelregion

Datum: 10. September 2026
Uhrzeit: 10:00 – 16:00 Uhr
Ort: Kulturzentrum Konstanz
Thema: Neue Horizonte für die Sahelregion – zwischen Hoffnung, Wandel und Verantwortung

Ein offenes Forum für eine Region im Wandel

Am 10. September 2026 lädt die KONstanzFERENZ zu einer ganztägigen Konferenz im Kulturzentrum Konstanz ein. Unter dem Titel Neue Horizonte für die Sahelregion – zwischen Hoffnung, Wandel und Verantwortung steht an diesem Tag ein geografischer und politischer Raum im Mittelpunkt, der in Europa zwar viel diskutiert, jedoch häufig missverstanden wird: die Sahelregion, insbesondere Mali, Niger und Burkina Faso.

Die KONstanzFERENZ versteht sich als offenes Forum für Dialog und Begegnung – ein Ort, an dem unterschiedliche Perspektiven zu Wort kommen und Räume für ehrliche Auseinandersetzung entstehen. Expertinnen und Experten, Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft sowie Menschen mit persönlichem Bezug zur Region werden gemeinsam diskutieren, analysieren und nach Wegen suchen.

Politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen im Fokus

Das Programm umfasst Vorträge, Podiumsgespräche und offene Diskussionsrunden zu den politischen Umbrüchen, sozialen Veränderungen und kulturellen Dynamiken in der Sahelregion. Dabei geht es nicht nur um eine Bestandsaufnahme der aktuellen Lage, sondern um eine differenzierte Einordnung: Was sind die historischen Wurzeln der Entwicklungen? Welche internen und externen Kräfte prägen den Wandel? Und welche Rolle spielen dabei internationale Akteure, darunter auch europäische Staaten?

Die Konferenz will Brücken bauen – zwischen lokalen Realitäten und globaler Politik, zwischen akademischem Wissen und gelebter Erfahrung, zwischen Konstanz und der Sahelzone.

Hoffnung als Ausgangspunkt

Bewusst trägt die Veranstaltung das Wort Hoffnung im Titel. Denn trotz der enormen Herausforderungen, mit denen Mali, Niger und Burkina Faso konfrontiert sind, gibt es Initiativen, Bewegungen und Persönlichkeiten, die für einen gerechten und nachhaltigen Wandel eintreten. Diese Stimmen sollen in Konstanz Gehör finden.

Die Konferenz richtet sich an alle, die sich für internationale Politik, Afrikastudien, Entwicklungszusammenarbeit oder interkulturelle Fragen interessieren – und ist ausdrücklich offen für die breite Öffentlichkeit.

Eintritt frei. Anmeldung wird empfohlen.

 

KONstanzFERENZ – Abschlussveranstaltung – Neue Haltungen für eine gemeinsame Zukunft

Datum: 12. September 2026
Uhrzeit: 13:00 – 16:00 Uhr
Ort: Kulturzentrum Konstanz
Thema: Die Alliance des États du Sahel und ihre Beziehungen zu Nachbarn, Afrikanischer Union und globalen Partnern

Von Wissen zu Haltung: Ein Paradigmenwechsel ist notwendig

Zwei Tage nach der großen Sahelkonferenz schließt die KONstanzFERENZ am 12. September 2026 mit einer fokussierten Nachmittagsveranstaltung im Kulturzentrum Konstanz ab. Im Mittelpunkt steht die Alliance des États du Sahel (AES) – der Zusammenschluss von Burkina Faso, Mali und Niger – und deren Verhältnis zu den Nachbarstaaten, zur Afrikanischen Union sowie zur internationalen Gemeinschaft.

Die Veranstaltung nimmt eine dezidiert transformative Perspektive ein: Sie fragt nicht nur, was in der Sahelregion geschieht, sondern auch, wie wir in Europa und Deutschland darüber denken – und denken sollten.

Die Alliance des États du Sahel: Zwischen Souveränitätsanspruch und regionaler Dynamik

Die drei Staaten der Alliance des États du Sahel befinden sich in einem tiefgreifenden politischen Transformationsprozess. Mit dem Austritt aus der ECOWAS und der Neujustierung außenpolitischer Allianzen haben sie Entscheidungen getroffen, die weltweit kontrovers diskutiert werden. Wie sind diese Entwicklungen einzuordnen? Welche Auswirkungen haben sie auf die regionale Stabilität, die humanitäre Lage und die wirtschaftliche Zusammenarbeit?

Die Veranstaltung beleuchtet diese Fragen aus mehreren Perspektiven – unter Einbeziehung afrikanischer Stimmen, die in der europäischen Debatte oft unterrepräsentiert sind.

Transformation der Haltungen: Augenhöhe statt Paternalismus

Ein zentrales Anliegen der Abschlussveranstaltung geht über das reine Informieren hinaus. Die notwendige Veränderung, so die Überzeugung der Organisatorinnen und Organisatoren, besteht nicht allein im besseren Wissen über Afrika – sondern in einer grundlegenden Transformation der Haltungen: weg von paternalistischen Sichtweisen, hin zu Anerkennung, Augenhöhe und gemeinsamer Verantwortung.

Diese Botschaft richtet sich an Politikerinnen und Politiker, Medienvertreterinnen und -vertreter, Bildungseinrichtungen und die Zivilgesellschaft gleichermaßen. Eine gerechtere, global verbundene Zukunft ist nur möglich, wenn Europa bereit ist, seine eigene Rolle und seine eigenen blinden Flecken kritisch zu hinterfragen.

Abschluss der Reihe – und Beginn eines Prozesses

Die Abschlussveranstaltung bildet zugleich den Auftakt für eine weiterführende Auseinandersetzung. Die KONstanzFERENZ versteht sich nicht als einmaliges Ereignis, sondern als Teil eines längerfristigen Prozesses des Lernens, der Begegnung und des gemeinsamen Handelns. Die Ergebnisse und Erkenntnisse der drei Veranstaltungen sollen dokumentiert und in zukünftige Aktivitäten eingespeist werden.